Medical Simulation

Medizinische Universität Graz

Medizinische Simulation

Weltweit erbringen Universitäten, Fachhochschulen, Krankenanstaltenbetriebsgesellschaften sowie Rettungsdienste Aus- und Weiterbildungsleistungen auf höchstem Niveau. Diese verlangen, internationalen Entwicklungen folgend, in zunehmendem Maße den Einsatz simulationsbasierter Trainingselemente.

Simulationsbasiertes Training ermöglicht neben dem Erwerb praktischer Fertigkeiten auch eine sichere Unterweisung in der Verwendung von Medizinprodukten sowie eine strukturierte Vorbereitung auf extreme Versorgungssituationen ohne die für die PatientInnenversorgung bereitgehaltenen Strukturen zu stören oder PatientInnen zu gefährden.

Zielsetzung

Der Universitätslehrgang Master of Medical Simulation (MMS) qualifiziert seine Absolventinnen und Absolventen für Positionen im höheren Management von auf Simulation fokussierenden Aus- und Weiterbildungseinrichtungen.

Als Expertinnen und Experten im Management von Aus- und Weiterbildungseinrichtungen mit simulationsmedizinischem Fokus haben die Absolventinnen und Absolventen neben umfassenden Kenntnissen in der Entwicklung, Gestaltung und Evaluierung simulationsbasierter Aus- und Weiterbildungscurricula auch spezielle Management- und Marketingkompetenzen erworben.  

Zielgruppe

Der Universitätslehrgang Master of Medical Simulation (MMS) richtet sich an Personen die Leitungsfunktionen an Aus- und Weiterbildungseinrichtungen des Gesundheitswesens bekleiden bzw. eine solche Tätigkeit anstreben (z.B. RettungsdienstmitarbeiterInnen, Bedienstete in Krankenanstalten, Bedienstete im Management von Krankenanstaltengesellschaften, Lehrpersonen an Bildungseinrichtungen des Gesundheitswesen, Fachhochschulen und Universitäten).

Zulassungsvorraussetzungen

Im Rahmen Ihrer Zulassung zum Universitätslehrgang Master of Medical Simulation (MMS) überprüfen wir ob Sie folgende Vorraussetzungen erfüllen:

  • Abschluss eines facheinschlägigen Bachelor- oder Diplomstudiums, eines facheinschlägigen Fachhochschul-Bachelor- oder Diplomstudiengangs (mindestens 180 ECTS), oder der Abschluss eines anderen, gleichwertigen facheinschlägigen Studiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung
  • Nachweis einer mindestens einjährigen, einschlägigen Berufspraxis

Liegt kein entsprechender Studienabschluss vor, kann in begründeten Einzelfällen eine entsprechend gleichwertige Qualifikation von der Lehrgangsleitung bestätigt werden. Voraussetzung ist in jedem Fall die allgemeine Hochschulreife für österreichische Universitäten oder Fachhochschulen, eine mindestens dreijährige einschlägige Berufspraxis und der Nachweis von Methodenkenntnissen in Wissenschaft und Forschung / Wissenschaftliches Arbeiten im Umfang von 10 ECTS, die an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung erworben wurden.

Haben Sie Fragen zu den Zulassungsvoraussetzungen? Dann treten Sie mit uns direkt in Kontakt! Wir helfen Ihnen gerne weiter. 

Anerkennung von Vorleistungen:

Vorleistungen sind Leistungen die Sie bereits in anderen Bildungseinrichtungen erbracht haben.

Haben Sie Vorleistungen erbracht, so sprechen Sie uns bitte darauf an. Die Lehrgangsleitung wird mit Ihnen beraten für welche Ihrer Vorleistungen ein Antrag auf Anerkennung von Prüfungen an die Studienrektorin/den Studienrektor sinnvoll erscheint.

Studieninhalte

  • Sicherheitskultur in Hochrisikoindustrien
  • Grundprinzipien simulationsbasierten Lernens
  • Simulationsmodalitäten und ihre Anwendungsbereiche
  • Gestalten eines herausfordernden, sicheren Lernumfeldes
  • Einsatz von SimulationspatientInnen
  • Einsatz von AV-Medien
  • Simulationsobjekte und –Software
  • Geschichte von Crisis Resource Management (CRM), CRM-Standards und CRM-Training
  • Human Factors
  • Schnittstellenproblematiken
  • Einfluss von CRM-Prinzipien auf die PatientInnensicherheit
  • Teamwork und Teamtraining in Gesundheitseinrichtungen
  • Grundlagen der Lernzielentwicklung
  • Grundlagen der Szenarienentwicklung
  • Ziele und Struktur von Briefing und Debriefing
  • Einsatz verschiedener Debriefing-Verfahren
  • Einsatz von AV-Medien im Rahmen des Debriefings
  • Literaturrecherche
  • Good Scientific Practice
  • Datenerhebung und Datenanalyse
  • Grundprinzipien des Risikomanagements und der PatientInnensicherheit
  • Qualitätssicherung in Gesundheitseinrichtungen und Rettungsdiensten
  • Umgang mit Behandlungsfehlern
  • Ausgewählte ethische und juristische Fragestellungen
  • Grundprinzipien der Erwachsenenbildung
  • Allgemeine und spezielle Lerntheorien- und methoden
  • Präsentationstechnik
  • Leistungsbewertung
  • Kommunikation von Leistungsergebnissen
  • Behandlungsfehler als Teil von Simulationstrainings
  • Ethische Fragestellungen als Teil von Simulationstrainings
  • Spezielle Anwendungsbereiche computerbasierter Simulation
  • Spezielle Debriefingmethoden
  • Bewältigen schwieriger Debriefing-Situationen
  • Veranstaltungsraum- und Programmgestaltung
  • Best-Practice-Beispiele nationaler und internationaler simulationsbasierter Trainingsprogramme
  • Strategischer Einsatz von Simulationsinitiativen im Gesundheitswesen
  • Curriculum development
  • Einsatz von Debriefing-Assessment
  • Reflexion und Verbesserung von Debriefings durch handlungswissenschaftliche Methoden
  • Businessplan
  • Faculty development
  • Öffentlichkeitsarbeit und Corporate Identity
  • Lager-und Transportlogistik

Sämtliche Inhalte werden auf Master-Level (ML) vermittelt.

Die Hospitation an einer nationalen oder internationalen Ausbildungseinrichtung mit simulationsbasiertem Ausbildungsschwerpunkt bietet praxisbezogene Einblicke in den Ausbildungs- und Trainingsbetrieb.

Studiendauer

Der Universitätslehrgang Master of Medical Simulation (MMS) wird berufsbegleitend angeboten und dauert 6 Studiensemester. Die Studierenden absolvieren 5 Präsenzphasen. Diese sind Teil eines innovativen Blended-Learning-Konzepts.

Darüber hinaus absolvieren die Studierenden eine Hospitation im Umfang von 40 Echtstunden an einer nationalen oder internationalen Ausbildungseinrichtung mit simulationsbasiertem Ausbildungsschwerpunkt. Die Hospitation kann durch die Studierenden selbst organisiert, die Ausbildungseinrichtung frei gewählt werden.

Ist eine Selbstorganisation nicht möglich, kann die Hospitation am Clinical Skills Center der Medizinischen Universität Graz absolviert werden.

Blended-Learning

Unser innovatives Blended-Learning-Konzept integriert die Präsenzphasen sinnvoll in den Lernprozess und ermöglicht den Studierenden eine effiziente, zeit- und ortsunabhängige Vor- und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen mit Anwesenheitspflicht. Alle Studierenden erhalten dazu einen auf ihre Studiendauer befristeten Zugang zur elektronischen Lernplattform der Medizinischen Universität Graz.

Prüfungen

Master of Medical Simulation (MMS) planen in Einrichtungen des Gesundheitswesens Prüfungen, unterstützen diese oder führen diese selbstständig durch. Es ist uns daher ein Anliegen unsere Studierenden mit einem breiten Spektrum moderner Prüfungsmethoden in Kontakt zu bringen. Wir bieten unseren Studierenden daher einen bunten, prüfungsmethodischen Mix der selbst die Prüfungssituation zur Lernerfahrung macht.

Studienabschluss

Absolventinnen und Absolventen des Universitätslehrganges Master of Medical Simulation (MMS) wird der akademische Grad Master of Medical Simulation (MMS) verliehen und erhalten ein Abschlusszeugnis der Medizinischen Universität Graz. Die Bezeichnungsverleihung und die Zeugnisübergabe erfolgt im Rahmen eines universitären Festaktes.

Kontakt

Dr. med. univ. Thomas Wegscheider
Dr. med. univ. Lukas Peter Mileder

Medizinische Universität Graz
Clinical Skills Center
Neue Stiftingtalstraße 6
8010 Graz
Tel +43/316/385-13911
Fax +43/316/385-14664
Mobil +43/316/385-81872
email

Termine 2018/2019/2020

Präsenzphase 1 

  • Do. 22. 02. 2018, 10:00 – 18:00 Uhr
  • Fr. 23. 02. 2018, 10:00 – 18:00 Uhr
  • Sa. 24. 02. 2018, 10:00 – 15:00 Uhr

Präsenzphase 2 

  • Do. 05. 04. 2018, 10:00 – 18:00 Uhr
  • Fr. 06. 04. 2018, 10:00 – 18:00 Uhr
  • Sa. 07. 04. 2018, 10:00 – 15:00 Uhr

Präsenzphase 3 

  • Do. 25. 10. 2018, 10:00 – 18:00 Uhr
  • Fr. 26. 10. 2018, 10:00 – 18:00 Uhr
  • Sa. 27. 10. 2018, 09:00 – 15:00 Uhr

Präsenzphase 4 

  • Do. 07. 03. 2019, 10:00 – 18:00 Uhr
  • Fr. 08. 03. 2019, 10:00 – 18:00 Uhr
  • Sa. 09. 03. 2019, 09:00 – 15:00 Uhr

Präsenzphase 5

  • Fr. 28. 02. 2020, 10:00 – 18:00 Uhr
  • Sa. 29. 02. 2020, 09:00 – 15:00 Uhr 

Lehrveranstaltungsprüfungen und Verteidigung der Abschlussarbeit

Die Lehrveranstaltungsprüfungen der Module 01-05 finden am Sa. 07. 04. 2018 statt.

Den Studierenden stehen 3 Wahltermine zum Ablegen der Lehrveranstaltungsprüfungen der Module 06-10  zur Verfügung.

  • So. 10. 03. 2019, 09:00 – 15:00 Uhr
  • Sa. 01. 06. 2019, 09:00 – 15:00 Uhr
  • Sa. 28. 09. 2019, 09:00 – 15:00 Uhr 

Für die Ablegung der Lehrveranstaltungsprüfungen der Module 11 und 12 sowie zur Verteidigung der Abschlussarbeit stehen ebenfalls 3 Wahltermine zur Verfügung.

  • So. 01. 03. 2020, 09:00 – 15:00 Uhr
  • Sa. 06. 06. 2020, 09:00 – 15:00 Uhr
  • Sa. 26. 09. 2020, 09:00 – 15:00 Uhr 

Kosten

Der Lehrgangsbeitrag für den Universitätslehrgang Master of Medical Simulation (MMS) beträgt € 12600.- und inkludiert neben den Lernunterlagen, dem Zugang zur elektronischen Lernplattform der Medizinischen Universität Graz auch die Verpflegung in den Veranstaltungspausen sowie die Teilnahme am Rahmenprogramm während der Präsenzphasen.

Lehrgangsleitung

Univ.-Prof. Dr. med. Michael K. Herbert

Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin

Priv.-Doz. Dr. med. Albrecht Schmidt 

Universitätsklinik für Innere Medizin

Dr. med. univ. Thomas Wegscheider

Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin

Dr. med. univ. Lukas P. Mileder

Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde

Faculty

Der Universitätslehrgang Master of Medical Simulation (MMS) bringt seine Studierenden mit nationalen und internationalen Expertinnen und Experten auf den Gebieten „Medizinische Simulation“, „Hochschuldidaktik“, „Prüfungsmethodik“, „PatientInnensicherheit und Risikomanagement“, „Veranstaltungsmanagement“ und „Zentrumsentwicklung“ in Kontakt. Dabei bieten nicht nur die Lehrveranstaltungen selbst, sondern auch das Rahmenprogramm der Präsenzphasen Raum für gegenseitigen Austausch und Diskussion.

Veranstaltungsorte

Die Präsenzveranstaltungen finden am MED CAMPUS Graz sowie am Gelände des Grazer LKH-Universitätsklinikums statt. Hier existiert neben innovativer Lehr- und Lerninfrastruktur die österreichweit derzeit modernste Infrastruktur für Medizinische Simulation. Die exzellente Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, kostengünstige Parkmöglichkeiten vor Ort sowie die kurzen Wege zu renommierten Grazer Hotels sorgen in jedem Fall für eine bequeme Anreise und einen unkomplizierten Aufenthalt. Sie haben Fragen zu Unterkünften in Graz oder Ihrer Anreise? Bitte sprechen Sie uns bei Ihrer Anmeldung darauf an. Wir beraten Sie gerne!

Industriekooperationen

Master of Medical Simulation (MMS) sind in einem sehr technikbetonten Bereich der medizinischen Aus- und Weiterbildung tätig. Die Kenntnis aktueller Entwicklungen im Bereich der Simulationstechnik und AV-Medientechnik sind für sie von großer Bedeutung. Der Universitätslehrgang Practitioner in Medical Simulation involviert daher namhafte Hersteller und deren Vertriebspartner in seine Lehrveranstaltungen mit dem Ziel seine Studierenden auf dem jeweils aktuellen Stand der Technik auszubilden.

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